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Tradition In einer Zeitung von ca. 1920-1930 heißt es: „Quellendorfer Klein-Pfingsten ist ehrwürdiger. Sein Stammbaum reicht bis in Urväters Zeiten zurück. Der durch den starken Fremdenbesuch herbeigeführte Trubel hat den Kern überwuchern können, hat ihn aber nie erstickt. Dieser Kern war das Wettreiten, Ring- oder Hutreiten, das Reiten der Dorfburschen um den mit bunten Bändern geschmückten Hut, der dem Sieger von zarter Hand überreicht wurde. Ja, wie in dem Quellenwerke über die heimatlichen Volksbräuche, Dr. Wirths „Anhaltinische Volkskund“ (C. Dünnhaupt Verlag, Dessau) nachgewiesen wird, ist die in Quellendorf erhaltene Art des Wettreitens nach der Maie, wahrscheinlich die ursprüngliche Form der Spiele, die dann verschiedene Abwandlungen erfahren hat. In allen Spielen liegt der gemeinsam tifere Sinn, den Segen des Wachtumsgeistes zu gewinnen, und zwar durch eine Tüchtigkeit. Denn auch der Wachstumsgeist hält es mit den stärksten Bataillonen. Kritische Geister wollen Beweise in Zahlen. Quellendorf kann nachweisen, daß sein Pfingstgelag schon vor dem Dreißigjährigen Kriege als „Pfingstgelach“ begangen wurde. Der Tag lag übrigens nicht unverrückbar auf Klein-Pfingsten fest. Es sind Fälle bekannt, daß es Pfingsten selber, und zwar am dritten Festtage begangen wurde. |
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